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Stolper „Rappelsnuut´n“ zu Besuch beim Blutspenden
Nicht alltägliche Gäste hatten der DRK Ortsverein Stolpe und der DRK Blutspendedienst Nord bei der letzten Blutspendeaktion im Dorfgemeinschaftshaus im Depenauer Weg in Stolpe.

12 des insgesamt 46 Kinder zählenden DRK Kindergartens „Rappelsnuut'n“ waren unter Begleitung von Angelika Pieper-Wennemuth, Leiterin, und Marina Giese-Gerndt, Erzieherin in der Einrichtung, sowie einigen Müttern zu Beginn der Spendeaktion erschienen, um sich den Ablauf des Geschehens rund um eine Blutspende praktisch vor Ort an zu schauen.
Bereits im Vorwege hatten die Pädagogen des Kindergartens die Mädchen und Jungen im Alter von 5 und 6 Jahren auf den Besuch vorbereitet. Dabei wurde den Kindern unter anderem die Funktionen des Blutes, dessen Bestandteile und der Blutkreislauf vermittelt. Auch wurden sie über das „wieso - weshalb – warum?“ des Blutspendens aufgeklärt. Danach konnten sie sich in Absprache mit den Eltern entscheiden, ob sie an dem Projekt, das erstmals im Kindergarten Stolpe durchgeführt wurde, teilnehmen wollten.
 
Kindergartenkinder, Marion Brieske (DRK Blutspendedienst Nord) und Marina Giese-Gerndt beim Bestimmen des Hämoglobinwertes


Kindergartenkinder, Schwester Renate Wehren (DRK Blutspendedienst Nord) und Marina Giese-Gerndt bei der Blutentnahme
  „Natürlich müssen die Spender gesund sein“, wussten die Kinder zu Beginn ihres Rundganges zu berichten. „Damit kann man kranken Menschen helfen, wieder gesund zu werden“, war eine Antwort auf die Eingangsfrage der Mitarbeiter des DRK Blutspendedienst.
Dann begleitete die Gruppe ihre Betreuerin Marina Giese-Gerndt, die an diesem Tage Blut spendete, zu den jeweiligen Stationen im Spendeablauf. Hier wurde den Kindern von den jeweiligen Mitarbeitern des Blutspendeteams Sinn und Zweck der jeweiligen Tätigkeit erläutert. Gespannt und aufmerksam beobachteten sie, wie bei ihrer Erzieherin vor der Blutspende Körpertemperatur und Hämoglobinwert gemessen wurde. Anschließend ging es zur Teamärztin Frau Dr. Claudia Bech, die bei der spendenden Betreuerin den Gesundheitsstatus und die Spendetauglichkeit feststellte. Das Überprüfen der Herz-Kreislauffunktionen wurde von interessierten Fragestellungen der Kinder begleitet.
Spannend wurde es, als „ihre Marina“ auf der Spendeliege Platz genommen und Schwester Renate Wehrend die Punktionsnadel behutsam in die Armvene eingeführt hatte. Ein skeptischer Blick und ein kurzes Zucken bei manchem Kind wichen schnell dem Interesse, den Weg des Blutes in die auffangende Konserve zu verfolgen. Einige Kinder nahmen bereits zu dem auf der Nachbarliege spendenden Kai Wennemuth Kontakt auf, um sich nach dessen Wohlbefinden zu erkundigen. Auch von dort kam das Signal, dass alles gut verläuft.

Nachdem die Kinder die gespendete 500-ml-Liter-Konserve von Frau Giese-Gerndt eingehend begutachtet hatten, ging es, wie bei den großen Spendern, zum anschließenden Imbiss. Dieser war von dem Team um Traude Westphal vom DRK Ortsverein Stolpe liebevoll vorbereitet.
Insgesamt zogen die Organisatoren eine positive Bilanz des Besuches der „potentiellen Spender von Morgen“. Auch begleitende Eltern kamen zu dem Schluss, bei der nächsten Spendeaktion am 18. August 2009 im Dorfgemeinschaftshaus in Stolpe zum Aderlass zu kommen.
Als nächstes steht für die Kinder des älteren Jahrgangs, die zukünftig zur Schule gehen werden, am 22. und 23.06.09 ein kindgerechter Erste-Hilfe Kurs auf dem Programm. „Der DRK Ortsverein wird sich hierfür die Kosten des Kurs tragen“, weist Traude Westphal auf die gute und unterstützenswerte Arbeit in dem DRK Kindergarten hin.
 
Kindergartenkinder und Renate Wehrend mit gespendeter Blutkonserve


Text und Fotos: Harald Hinz, DRK Blutspendedienst Nord