In Lütjensee befindet sich das zentrale Labor für
beide Institute. Hier werden in Tag- und Nachtschicht alle gespendeten
Blute nach den neuesten Methoden mit halb- oder vollautomatischen
Maschinen aufgenommen, pipettiert, untersucht und die Ergebnisse
dokumentiert. Bei krankhaften Befunden wird das gespendete Blut
sofort gesperrt; die Blutspenderin oder der Blutspender bekommen
in diesen Fällen eine Nachricht.
Die Art und Anzahl der Untersuchungen werden uns von Prüfbehörden,
wie z.B. das Paul-Ehrlich-Institut vorgegeben, um größtmögliche
Sicherheit für Spender und Empfänger zu gewährleisten.
Wir geben Ihnen nachfolgend einen Überblick über das
Untersuchungsprogramm, das wir anlässlich jeder Blutspende
in unserem Labor durchführen:
Folgende für den Empfänger,
aber auch für Sie wichtige Laboruntersuchungen durchläuft
Ihr Blut nach der Blutspende:
Bestimmung des Hämoglobinwertes.
Bestimmung der Blutgruppe
und des Rhesus-Faktors. Der Vergleich der neuen Bestimmung
mit den uns bekannten Ergebnissen aus früheren Spenden
bietet einen zusätzlichen Schutz vor Verwechslungen.
Bei Erstspendern führen wir diese Bestimmung aus
Sicherheitsgründen mehrfach durch.
Test auf Antikörper gegen fremde Blutgruppenmerkmale.
Die Kenntnis von solchen Antikörpern kann für
Sie wichtig sein, wenn Sie selbst einmal eine Transfusion
benötigen. Befunde werden deshalb in den Spender-Pass
eingetragen.
Test auf Anzeichen einer Infektion mit
dem Erreger der Leberentzündungen
Typ B/Hepatitis B (HBsAg-Test), Typ C/Hepatitis C (Anti-HCV-Test),
Bestimmung der Transaminase (SGPT), d.h.
ein Leberwert, der bei Erhöhung abgeklärt werden
muss (Lebererkrankungen).
Test auf Antikörper, die als Folge
der Geschlechtskrankheit Syphilis auftreten (TPHA-Test),
Blutbild (bei Erstspendern)
Test auf Antikörper gegen den Erreger
der Immunschwäche AIDS (Anti-HIV-1 und -2-Test).