Diabetes mellitus hat sich zu einer der häufigsten
Zivilisationskrankheiten entwickelt.
Bei einer Diabetes mellitus-Erkrankung handelt es sich um eine
Störung des Insulinhaushaltes. Insulin ist ein Hormon,
das der Körper benötigt, damit die Körperzellen
Zucker aus dem Blut aufnehmen und ihn als Energiequelle nutzen
können. Je mehr wir essen, also je mehr Zucker wir zu uns
nehmen, desto mehr Insulin wird automatisch produziert, um den
Zucker verwerten zu können.
Etwa 95 Prozent der Diabeteserkrankten (ca. 8 Millionen insgesamt)
sind dem Typ-II-Diabetes mellitus zuzuordnen.
Diese Art der Diabetes wird auch oft als Alterszuckerkrankheit
bezeichnet, da hieran eher ältere Menschen erkranken. Heute
gibt es jedoch auch immer mehr junge Menschen, die auf Grund
von Übergewicht an der Stoffwechselkrankheit leiden.
Beim Typ-II-Diabetes produziert der Körper zwar noch Insulin,
jedoch in zu geringen Mengen. Bei Übergewichtigen ist diese
Insulin-Unterproduktion auf eine zu lange Überernährung
zurückzuführen, durch die die Bauchspeicheldrüse
gezwungen wird, durchgehend überhöhte Mengen an Insulin
zu bilden. Die jahrelange Überforderung der Zellen führt
schließlich zu einer Erschöpfung der Insulinproduktion.
 Handelt
es sich um die klassische Altersdiabetes, ist die geringe Insulinproduktion
auf das Alter und die damit verbundene nachlassende Funktion
der Zellen zurückzuführen.
Die geringe Menge an Insulin, die nur noch produziert wird,
reicht nicht mehr aus um den gesamten, durch die Nahrung aufgenommenen
Zucker auf die Zellen zu verteilen. Die Zuckerkonzentration
im Blut steigt an. Ist eine bestimmte Konzentration des Zuckers
im Blut überschritten, gelangt der Zucker in den Harn und
wird ausgeschieden. Es kommt zu verschiedenen Krankheitssymptomen,
wie anfangs Müdigkeit, starker Durst durch den Wasserverlust,
häufiges Wasserlassen, häufige Haut- und Schleimhautinfektionen
oder Juckreiz. Ca. 10 Prozent der Diabetes-Mellitus-Erkrankungen
macht der Typ-I-Diabetes mellitus aus. Hierbei
handelt es sich um eine Zuckerstoffwechselstörung, die
bereits im Kindes- und Jugendalter,in den meisten Fällen
zwischen dem 15. und 24. Lebensjahr auftritt und ein Leben
lang bestehen bleibt. Dabei sind mehr Männer betroffen
als Frauen. Auch beim Typ-I-Diabetes mellitus liegt ein erhöhter
Blutzuckerwert vor, der in diesem Fall durch eine fehlende
Insulinproduktion entsteht.
Die Ursache dafür ist meist auf langwierige Erkrankungen
des körpereigenen Abwehrsystems und zum Teil auch auf
andere Erkrankungen zurückzuführen, durch die die
Bildungsorte für Insulin entzünden und schließlich
zerstört werden.
Selten (bei zehn Prozent der Typ-I-Diabetiker) wird die Veranlagung
des Typ-I-Diabets mellitus vererbt, so dass von Geburt an
kein Insulin gebildet werden kann.
Von Anfang an sind die Symptome der Typ-I-Diabetiker sehr
stark ausgeprägt: Starker Durst durch den Wasserverlust,
häufiges Wasserlassen, Schwächegefühl, Appetitlosigkeit
und Gewichtsverlust sind klare Anzeichen für eine fehlende
Insulinproduktion.
 Im
Gegensatz zum Typ II, bei dem durch Ernährungsumstellung
nahezu Beschwerdefreiheit erreicht werden kann, ist der Typ
I der Diabetes mellitus unheilbar, jedoch relativ gut zu behandeln.
Eine gezielte Insulintherapie, also Spritzen von Insulin,
soll vor allem akute Stoffwechselentgleisungen wie z.B. Unterzuckerung
oder Spätschäden wie Nierenerkrankungen vermeiden.
Gegen Diabetes schützen kann man sich in erster Linie
durch eine gesunde Ernährung, also fettarmes und ballastoffreiches
Essen mit vielen Mineralien, Vitaminen etc. sowie wenig Süßes.
Besonders wichtig sind Vorsorgeuntersuchungen, um eine Diabetes-Erkrankung
möglichst früh erkennen zu können.
Man sollte regelmäßig seinen Blutzuckerspiegel
messen lassen, so dass der Arzt schon bei den ersten Anzeichen
gegensteuern kann – möglicherweise noch ohne Medikamente.
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