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Fettstoffwechsel
Eisen - lebenswichtiges Spurenelement
Diabetes - Zucker im Blut
   
     
 

Der Fettstoffwechsel bezeichnet alle Vorgänge im Körper, die mit der Aufnahme, der stofflichen Umwandlung und dem Abbau von Fett (Lipide) verknüpft sind.
Fett ist lebenswichtig, denn es dient unserem Körper als unentbehrlicher Energiespender und als Baustoff für verschiedenste Körpergewebe.
Einerseits nehmen wir Fett über die Nahrung auf, andererseits produziert unser Körper, besonders die Leber, selbst Fett. Die durch die Nahrung aufgenommenen Fettstoffe gelangen über den Magen-Darm-Trakt durch die Darmwand ins Blut. Von hier an übernimmt das Blut die lebenswichtige Funktion, die Fettstoffe über die Blutfette bzw. Blutlipide zu den verschiedenen Organen und Geweben zu transportieren.

Verschiedene Arten von Fett
Fett ist nicht gleich Fett. Ein für die Ernährung maßgebliches Unterscheidungskriterium der Fettsäuren (Bausteine des Fettes) ist ihr Sättigungsgrad, der angibt, wieviele Wasserstoffatome mit den Kohlenstoffatomen der Fettsäuren verbunden sind. Hierbei unterscheidet man grob nach gesättigten und ungesättigten Fettsäuren.
Tierische Produkte enthalten hauptsächlich gesättigte Fettsäuren. Gerade gesättigte Fettsäuren können die Blutfette erhöhen, da der Körper in Eigensynthese den Bedarf an gesättigten Fettsäuren decken kann.
Ungesättigte Fettsäuren nennt man auch essenzielle Fettsäuren, da diese essenziell (=unentbehrlich) für den Organismus sind und vom Körper nicht selbst produziert werden können. Bei einem Mangel an essenziellen Fettsäuren kann es zu Hautveränderungen und zum Absterben von Gewebe kommen.
Pflanzliche Fette und Öle enthalten hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren. Deswegen sind Pflanzenfette (mit Ausnahme von Kokosöl, das einen Anteil von über 90% gesättigten Fettsäuren enthält) für die Ernährung sehr wichtig.

Bei einer Blutuntersuchung sind die Werte der beiden wichtigsten Blutfette Cholesterin und Triglyceride bezeichnend für den Fettstoffwechsel:

Cholesterin ist eine wasserabweisende Substanz, die nahezu in allen Geweben des menschlichen Körpers vorkommt und in allen Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs enthalten ist. Es erfüllt im Körper viele Aufgaben und ist deshalb unerlässlich. Cholesterin gelangt zum einen durch die Nahrung in unseren Organismus, zum anderen stellt der Körper selbst Cholesterin her (Eigensynthese). Isst man viel mehr Fett, vor allem gesättigte Fette und damit auch Cholesterin, als man für die Arbeit seiner Körperzellen benötigt, hat dies schädliche Folgen für die Gefäße.

Triglyceride
Wie auch das Cholesterin gehören die Triglyceride in die Gruppe der Nahrungsfette. Triglyceride werden demnach überwiegend mit der Nahrung aufgenommen, sie können jedoch auch in Eigensynthese in der Leber hergestellt werden, wenn der Bedarf über die Nahrung nicht gedeckt wird. Die Triglyceride dienen als Energiespeicher. Über die Nahrung aufgenommene Triglyceride wandern direkt in die Fettdepots des Menschen. So werden im Fettgewebe eines normal schweren Erwachsenen ungefähr acht Kilogramm Triglyceride gespeichert, die zur Deckung des Energiebedarfs für etwa 40 Tage herangezogen werden können. Nimmt man über einen längeren Zeitraum zuviel Fett zu sich, wachsen auch die Fettdepots und somit die lästigen und vor allem für den Körper ungesunden Pfunde.

Fettstoffwechselstörung
Bei einer Fettstoffwechselstörung liegt ein Ungleichgewicht zwischen der Fettzufuhr und dem Fettverbrauch vor, das heißt zu lange wurde dem Körper zu viel oder nicht zu verwertendes Fett zugeführt. Die Folge ist der Anstieg der Blutfette.
Erhöhte Blutfette sind auf Dauer eine Gefahr für die Blutgefäße. Die Fette (vor allem Cholesterin) dringen in die Gefäßwände ein und begünstigen die Entwicklung einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Im Laufe der Zeit wird durch immer neue Ablagerungen in den Arterienwänden der innere Gefäßdurchmesser immer kleiner.
Dieser Vorgang verläuft jahrelang unbemerkt, bis der Blutfluss zu lebenswichtigen Organen vermindert oder ganz unterbrochen ist. Die nicht ausreichende Versorgung dieser Organe mit Blut führt zu Schmerzen und teilweise zu ihrer Zerstörung.
Folgen erhöhter Blutfette können schließlich schwerwiegende Herz-Kreislauferkrankungen hervorrufen, eine der häufigsten Krankheits- und Todesursachen in der Bundesrepublik Deutschland. Die Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles steigt.
Fettstoffwechselstörungen, also Erhöhungen der Blutfette, können sowohl angeboren als auch erworben sein. Häufige Ursachen sind die so genannten Ernährungsfehler: zu fettreiche Ernährung, zu hoher Alkoholkonsum, Übergewicht oder auch Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung ist somit Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Fettstoffwechsel.