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Um festzustellen, dass das Blutspenden für uns alle wichtig
ist, braucht man nicht viel Phantasie. Unfälle und Krankheiten
passieren jeden Tag zu genüge und können jederzeit
jeden treffen. Jeder Mensch kann von einer Minute zur anderen
auf die Blutspende eines Mitmenschen angewiesen sein.
Wir können froh sein, dass viele Menschen bereit sind,
ihr Blut zur Verfügung zu stellen, doch immer weniger junge
Leute spenden Blut. Immer stärker verlassen gerade sie
sich auf die Blutspenden der anderen. Es ist bequem, die Verantwortung
abzugeben, doch eine Lösung ist es nicht! Blut spenden
kann jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 68 Jahren. Erstspender
sollten nicht älter als 60 Jahre sein.
Das
Blutspenden ist aus vielerlei Gründen ein sicherer und
sehr bedeutender Vorgang. Blut ist durch nichts zu ersetzen.
Es ist ein Organ, dass aus vielen kleinen Zellen und Teilchen
besteht. Jedes für sich hat seine notwendigen Funktionen.
Das lebenswichtige Blut kann nur vom menschlichen Körper
selbst gebildet werden. Deswegen ist es so wichtig, dass es
Menschen gibt, die ihr Blut für Kranke und Verletzte spenden.
Das meiste Blut wird statistisch gesehen zur Behandlung von
Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens
und Magen- und Darmkrankheiten. Verletzungen aus Sport- und
Verkehrsunfällen folgen erst an vierter Stelle. So erstaunlich
es klingt: Der hohe Bedarf an Blut ist in erster Linie eine
Folge des medizinischen Fortschritts. Viele Operationen, Organübertragungen
und die Behandlung von Patienten mit bösartigen Tumoren
sind nur dank moderner Transfusionsmedizin möglich geworden.
Wenn man Blut spendet hat man davon keinen materiellen Vorteil.
Es ist ein Grundsatz des Deutschen Roten Kreuzes, dass für
die Blut- bzw. Plasmaspende kein Entgeld bezahlt wird. Die Weltgesundheitsorganisation
und der Europarat haben diesen ethisch-moralischen Grundsatz
in des Roten Kreuzes in ihre Empfehlung aufgenommen. Auch wenn
die Blutspende dem Spender keine Vergütung zusagt, hat
man eine ganze Menge Vorteile. Zu ihrer eigenen Sicherheit müssen
zwischen zwei Blutspenden 12 Wochen Mindestabstand eingehalten
werden. Zwischen zwei Plasmaspenden bzw. einer Plasma- und einer
Blutspende beträgt der Regelabstand 14 Tage. Etwa drei
Wochen nach der Spende erhält man seinen Unfallhilfe- und
Blutspender-Pass. Er enthält neben den persönlichen
Daten auch Angaben über die individuellen Blutgruppenmerkmale
nach dem Rhesus-Faktor, AB0- oder Kell-System. Ihr Blut durchläuft
zur Sicherheit des Empfängers aber auch zu Ihrer eigenen
Kontrolle einige wichtige Laboruntersuchungen.
 Weichen
die Ergebnisse der Laboruntersuchungen von der Norm ab, wird
man vom Blutspendedienst unterrichtet, und auf Wunsch wird der
Befund dem zuständigen Hausarzt mitgeteilt.
Neben dem Unfallhilfe- und Blutspender-Pass haben Sie also auch
noch eine gewisse Kontrolle über Ihre Gesundheit. Und natürlich
das gute Gefühl, einem kranken oder verletzten Mitmenschen
geholfen zu haben.
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