Startseite Aktuelles & Presse Kontakt Impressum
  DRK Blutspendedienst Nord
  Blutspende & Termine
  Spenderinformationen
   
Informationen zur Blutspende
Blutspende Fahrplan
Informationen für Erstspender
Thrombozyten und Plasmaspende
  Knochenmarkspende
  NEU: die videolounge
  Bildung & Wissen
  Gesundheitstipps
   
     
 

Thrombozytenspende

Welche Aufgabe haben Blutplättchen?
Da Blut für den Körper so wichtig ist, muss er sich bei Verletzungen vor Blutverlust schützen. Blutplättchen haben dabei einen entscheidenden Anteil: Sie wirken bei einer Verletzung durch Verkleben mit den Wundrändern wie ein „inneres Pflaster“ und leisten so „Erste Hilfe“ bis zur vollständigen Wundheilung. Blutplättchen werden im Knochenmark gebildet und haben eine Lebensdauer von wenigen Tagen.

Wer benötigt Blutplättchen?
Wenn die Anzahl der Blutplättchen bei bestimmten Erkrankungen nicht mehr ausreicht, kann es zu lebensbedrohlichen Blutungen kommen. Diesen Patienten kann nur durch die Spende von frischen Blutplättchen geholfen werden. Blutplättchen sind nach der Entnahme maximal 5 Tage haltbar.

Warum soll man Blutplättchen spenden?
In den vergangenen Jahren haben sich bei der Behandlung von bösartigen Tumoren, insbesondere bei Leukämiepatienten (Blutkrebs), dramatische Verbesserungen erzielen lassen. Dabei kommt der Gabe von Blutplättchenpräparaten eine immer größere Bedeutung zu. Diese lassen sich gezielt mit Hilfe von modernen Spendetechniken von gesunden Blutspendern sammeln.

Wie gewinnt man Blutplättchen?
Um eine genügende Anzahl von Blutplättchen für einen Patienten zu sammeln, waren bislang etwa vier bis sechs Vollblutspenden erforderlich.
Mit modernen, maschinellen Spendetechniken gelingt es heute, aus der Spende eines einzigen Spenders ausreichend Blutplättchen für eine lebensrettende Transfusion zu gewinnen. Mit Hilfe eines Zellseparators wird das Blut aus der Armvene des Spenders entnommen. Bereits während der Spende werden die Blutplättchen von anderen Blutzellen abgetrennt und gesammelt, alle übrigen Blutbestandteile werden dem Spender wieder zurückgegeben.

Wie lange dauert die Spende?
Je nach Auswahl des Verfahrens und je nach Anzahl der Blutplättchen, die Sie als Spender „mitbringen“, beträgt die Spendezeit zwischen 40 und 80 Minuten für ein Blutplättchenkonzentrat. Nach der Spende empfehlen wir eine kurze Ruhepause, anschließend können Sie wie gewohnt unseren kleinen Imbiss genießen.

Wer kann Blutplättchen spenden?
Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 65 Jahren darf bis zu 26 mal im Jahr Blutplättchen spenden. Bitte bringen Sie zu jeder Spende einen gültigen Personalausweis mit.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Wenn wir Ihr Interesse an einer Blutplättchenspende geweckt haben und wenn Sie bereit sind, durch Ihre Spende Leben zu retten, dann rufen Sie uns an oder kommen Sie in unser Institut. Wir sind gerne bereit, alle Ihre Fragen zu beantworten.

Unsere neuen Öffnungszeiten:
Montag          8.00 – 13.00 Uhr
Dienstag      11.00 – 19.00 Uhr
Mittwoch     14.30 – 19.00 Uhr
Donnerstag 11.00 – 19.00 Uhr
Freitag           8.00 – 12.00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihr Entnahmeteam Schleswig
Telefon 04621 – 967416

So finden Sie uns:
In Schleswig zwischen Parkhaus, AOK und Feuerwehr
Bushaltestelle: Am Schleswiger ZOB
Parkplätze sind auf dem Institutsgelände vorhanden!


Blutplasma

Was ist das – Blutplasma?
Plasma nennt man den flüssigen Teil des Blutes, in dem die Blutzellen „schwimmen“. Es besteht zu über 90% aus Wasser und zu 5-8% aus unterschiedlichen Eiweißsubstanzen. Genau diese winzigen Bausteine sind es, die Blutplasma so lebenswichtig für den Menschen machen: So enthält Blutplasma unter anderem Gerinnungsfaktoren, Immunglobuline für die Infektabwehr und Albumin. Blutplasma ist daher sehr wertvoll für die Medizin; für eine Vielzahl von Behandlungen ist es unersetzbar. Blutplasma wird nach der Spende tiefgefroren und lässt sich bis zu 2 Jahre lagern.

Wer benötigt Blutplasma?
Patienten, die an einer angeborenen oder erworbenen Störung der Bildung von Gerinnungsfaktoren leiden, sind lebenslang auf die Gabe von Gerinnungspräparaten angewiesen. Diese werden aus Blutplasma gewonnen. Darüber hinaus benötigen schwerst kranke Patienten mit lebensbedrohlichen Verbrennungen oder bei starkem Blutverlust Blutplasma. Auch Immunglobuline, die dem Infektionsschutz dienen, werden aus Plasma hergestellt.

Wie gewinnt man Blutplasma?
Bei der maschinellen Plasmaspende wird Blut aus einer Armvene entnommen, mit Gerinnungshemmer (Citrat) versetzt und durch einen Kunststoffschlauch in das Apheresegerät PCS2 (Fa. Hämonetics) geleitet. Dort folgt durch Zentrifugation die Auftrennung in Plasma sowie die übrigen Blutbestandteile. Bei jeder Plasmaspende, die ca. 35 bis 45 Minuten dauert, werden ca. 600 ml Plasma gesammelt, die restlichen Blutbestandteile werden wieder zurück in den Kreislauf geleitet und gehen bei der Spende kaum verloren. Das Blut kommt nur mit sterilem Einmal-Kunststoffmaterial in Berührung, so dass eine Infektionsübertragung ausgeschlossen ist.

Wer kann Blutplasma spenden?
Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 Jahren darf im Abstand von 14 Tagen Blutplasma spenden. Bitte bringen Sie zu jeder Spende einen gültigen Personalausweis sowie Ihren Spenderpass mit. Lesen Sie vor der ersten Plasmaspende unser Merkblatt über die Spendetechnik sorgfältig durch. Außerdem füllen Sie – wie bei jeder Spende – unseren Fragebogen aus. Anschließend werden Sie von einem unserer Ärzte untersucht, der überprüft, ob Sie Blutplasma spenden können und der Ihnen alle noch anstehenden Fragen zur maschinellen Plasmaspende beantwortet. Wie bei jeder anderen Form von Blutspende müssen für die Zulassung zur Plasmaspende bestimmte körperliche Voraussetzungen erfüllt sein, wie z.B.:
· Mindestgewicht 50 kg
· Normaler Blutdruck, Puls
· Normaler Blutfarbstoff (Hämoglobin)

Was Sie sonst noch wissen sollten:
Die maschinelle Plasmaspende ist risikoarm. Jeder Spender wird während des gesamten Verfahrens sorgfältig von qualifiziertem Personal überwacht. Das entnommene Blutplasma wird vom Körper des Spenders schnell ersetzt. Durch die Spende kommt es zu keiner Veränderung Ihrer Blutgerinnung! Apheresegeräte werden seit Jahrzehnten weltweit erfolgreich und komplikationsarm eingesetzt.